Was denken Sie, wenn Sie das Schlagwort „Hartz IV“ hören? Hat die Propaganda der Massenmedien bei Ihnen gute Arbeit geleistet und fallen Ihnen zuallererst Begriffe wie „Sozialschmarotzer“, „Parasiten“, „arbeitsscheues Gesindel“, „Unterschicht“, „gering Qualifizierte“ und dergleichen mehr ein? Dann ist es an der Zeit, dass Sie realisieren, dass „Hartz IV“ tatsächlich und unmittelbar alle Menschen unseres Landes betrifft, und das auf vielfältige Weise.
Ein Beispiel dafür findet sich im Magazin der „Süddeutschen Zeitung“. In einem Beitrag von Bastian Obermayer und Marek Vogel heißt es:
„Lieber SZ-Leser, laut Marktforschung sind Sie 48 Jahre alt, höhergebildet, haben rund 3000 Euro netto monatlich zur Verfügung und stehen mitten im Leben. Schön für Sie. Jetzt zeigen wir Ihnen jemanden, bei dem es früher genauso war: Dies ist die Geschichte eines hoch qualifizierten Managers, der seit fünf Jahren arbeitslos ist und als Hartz-IV-Empfänger von 347 Euro im Monat leben muss.“
Lesen Sie diesen Artikel und machen Sie sich Gedanken darüber, was die komplette Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und die Zerstörung einer einigermaßen verlässlichen Arbeitslosenversicherung für Auswirkungen hat – nicht nur auf Arbeitslose, sondern gerade auch auf Arbeitnehmer, Lohn- und Tarifverhandlungen und nicht zuletzt die Macht der Arbeitgeber.